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                      And they lived happily ever after.    Anglo-German translations, Englisch-Deutsch-Übersetzungen


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Sind Wortspiele unübersetzbar?


Nicht unbedingt. Selbst wenn im Original mit Homonymen, also völlig gleich klingenden Wörtern unterschiedlicher Bedeutung „gewortspielt“ wird, finden sich in der Zielsprache - sagen wir der Einfachheit halber im Deutschen - oft eine Lösung oder auch mehrere, die bei der geneigten Leserin oder dem Leser eine ähnliche Wirkung erzielen. Wortspielnüsse, die sich nicht auf Anhieb knacken lassen, sind oft Thema in Werkstattgesprächen für literarisches Übersetzen. Solche Veranstaltungen finden zum Beispiel im Rahmen des alljährlichen Wolfenbütteler Gesprächs statt oder im EÜK Straelen, dem Europäischen Übersetzerkollegium, oft auch im in Literarischen Colloquium (LCB)in Berlin. Ein paar Beispiele für die Übersetzung wortspielerischer Kapitelüberschriften aus dem Sachbuch von Jane Eldershaw ahmen die alliterierenden mehr oder weniger versteckten Werbebotschaften und Assoziationen nach. In Kürze folgen Beispiele aus Edelsteine und Kristalle und Bella Pollens Happyend nicht ausgeschlossen. Eine besondere Herausforderung sind oft die Übersetzungen von Nonsenseversen und anderer Absurditäten, wenn man aus gewissen Gründen den Inhalt nicht allzu sehr verändern darf. Dazu habe ich eine Erläuterung unter die Textprobe von Edward Lears „The Owl and the Pussy-Cat“, deutsch: Der Kauz und die Katze geschrieben. Bei der Adaption von Christopher Isherwoods Kormoranpoem konnte ich ziemlich nah am Original bleiben. Nur lasse ich um des lieben Reimes willen die Vögel zwei verschiedene sein - man muss ja auch nicht jeden Unsinn des Autors mitmachen - und gebe der Szene dafür mit den Semmeln a weng bayrisches bzw. bairisches Lokalkolorit. Außerdem lässt sich natürlich mit den Varianten des Hochdeutschen und dem unterschiedlichen regionalen Wortschatz wunderbar spielen - auch eine Art Übersetzung ...

Aber nun sollen auch ein paar Wortspiele und Parodien auf dieser Seite folgen, sonst wäre der Titel dieser Unterseite womöglich Etikettenschwindel.


Der ukrainische Dreizack

Das Wappen der Ukraine

Kein Schwan, kein Schwein,
Kein Leu, kein Bär,
Kein Schimmel und kein Rappen
Kein Dreispitz, Dreifuß, Dreigestirn
Ein Dreizack ziert das Wappen.
Das Kreuz kommt in die Rumpelkammer
Zur Sichel und zum Hammer.

Das wäre fast ein Übersetzungsfehler geworden. Im englischen Text war die Rede von saltire, was ich nach ersten Recherchen auf Deutsch irrtümlich mit Andreaskreuz wiedergeben wollte, obwohl es mit dem der Apotheker oder der schottischen Nationalflagge keine Ähnlichkeit aufweist. Also ein Fehler im englischen Original. Ein Bewohner der Ukraine belehrte mich eines Besseren. Das Bild zeigt tatsächlich einen Dreizack, auch wenn der Schein trügt. Hätten Sie's gewusst? Vor der Unabhängigkeit prangten Hammer und Sichel auf der ukrainischen Flagge.


Wüste oder Küste?
Oder:
Es gibt einen dritten Weg!


Die üste hat die freie Wahl:
Wählt sie das W
Dann wird sie kahl,
Wählt die das K,
Dann wird sie nass.
Die freie Wahl
Macht keinen Spaß.
(Erich Fried)

So sprach der Dichter, doch vergaß er was:
Sie müsste wählen, doch sie will ja nicht.
Wählt sie klein k und noch klein s dazu,
Dann hätt sie's feucht, würd weder kahl noch nass.
Und küsste wüste Kerle sie,
Dann hätt sie Spaß ohn Unterlass.
©  Christiane Bergfeld

Ganz schön vertrackt, die Sache mit dem Urheberrecht. Ich bin ziemlich sicher, dass ich in ein Gedicht über ein anderes Gedicht jenes andere einfügen darf, denn es entsteht ja etwas Neues. Völlg sicher bin ich aber nicht. Sollte ich das Urheberrecht in diesem Punkt missverstanden haben,  werde ich die sieben Friedzeilen am Anfang sofort entfernen. Ich habe deswegen schon an die Erich-Fried-Gesellschaft geschrieben und noch keine Antwort erhalten.









Design + Text: Christiane Bergfeld, Hamburg. Alle Rechte vorbehalten.
 
Letzte Aktualisierung: 7. Oktober  2009
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