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Kostbarer Planet Erde
Wie das Gleichgewicht der Erde funktioniert
 

Auszug mit freundlicher Genehmigung der Verlag Friedrich Oetinger GmbH

ISBN 978-3-7891-8420-8

    Französische Originaltexte: Marie-Anne Legault, Julie Cailliau, Marine Podesto, Anne Dupuis, Johanne Champagne Josée Bourbeonnière, Nathalie Fredette
Übersetzung: Christiane Bergfeld


Inhalt
Unsere Umwelt
Die Biosphäre
Die Atmosphäre
Wasserläufe
Seen
Ozeane und Meere
Küstenlinien
Im Erdreich
Wüsten
Kaltgebiete
Erosion


Lebensformen
Ökosysteme
Pflanzenformationen
Wälder der gemäßigten Zone
Der tropische Regenwald
Leben in der Wüste
Leben im Meer
Leben in extremer Tiefe
Zwischen Land und Meer
Tiere in Kaltgebieten

Bedrohte Umwelt
Luftverschmutzung
Die Ozonschicht
Saurer Regen
Wasserverschmutzung
Bedrohte Wälder
Bedrohte Tiere
Naturschutzgebiete
Recycling

Klimawandel
Der Treibhauseffekt
Die Erderwärmung
Wüstenbildung
El Niño und La Niña

Naturkatastrophen
Tornados
Waldbrände
Hurrikans
Flutungen und Rutschungen
Tsunamis
Vulkanausbrüche
Erdbeben 

Register


   Vulkanausbrüche 

    Die meisten Vulkane entstehen an den Rissen in der Erdkruste. Sie sind Ausdruck     für intensive Aktivitäten im Inneren unserer Erde. In den letzten 10.000 Jahren gab         es schätzungsweise 1.500 tätige Vulkane an Land. Viele sind lange nicht mehr             ausgebrochen, könnten aber irgendwann wieder aktiv erden. Die bezeichnet man         als schlummernde Vulkane. Über 50 Vulkane brechen jedes Jahr an Land aus und     schleudern Lava, Asche, Gase und Gesteinsbrocken in die Atmosphäre.                         Vulkanausbrüche können Wälder, Ackerland und Städte verwüsten und Tausende         Menschenleben fordern. Noch mehr Vulkanausbrüche finden unter Wasser statt,         aber diese werden selten wahrgenommen.

    IM HERZEN EINES VULKANS

    Die Kraftquelle eines Vulkans liegt tief in der Erde, wo so heiße Temperaturen             herrschen, dass Steine schmelzen. Das geschmolzene Gestein heißt Magma.             Kochend heiß und leicht an Gewicht, steigt es auf dem Erdmantel empor und wird in     der Magmakammer gespeichert. Mit der Zeit frisst sich das angesammelte Magma     einen Weg durch die Kruste. Zum Vulkanausbruch kommt es, wenn das Magma aus     dem Krater entweicht. Dann wird das Magma zur Lava, die über die Flanken des         Vulkans hinabfließt.

    Bildlegenden

    Mount St. Helens (USA)

    Der Mount St. Helens ist ein Schichtvulkan. 1980 sprengte ein ausbruche einen Teil     des Bergs.
 

    Kilauea (Hawaii, USA)

    Der Kilauea ist einer der bekanntesten aktiven Vulkane. Seit 1983 bricht er ständig     aus und produziert Lavaströme. Er ist ein Beispiel für einen Schildvulkan.

    ---

    DIE SCHICHTEN DER ATMOSPHÄRE   (Bildlegenden)
    Die Erdatmosphäre besteht aus Schichten. Die untersten (Troposphäre,                         Stratosphäre und Mesosphäre) haben eine relativ gleichförmige Zusammensetzung,     aber sehr verschiedene Temperaturen. Über diesen drei Zonen steigt die                     Temperatur beträchtlich, da die sich anschließende Schicht viel Sonnenstrahlung         absorbiert.

    Infolge der Absorption von Sonnenstrahlung durch Ozon steigt die Temperatur in der     Stratosphäre (15 bis 60 km über dem Meeresspiegel) mit zunehmender Höhe von     –57 auf 0 °C.

    Die Ozonschicht befindet sich zwischen 20 und 30 km Höhe und schützt die Erde     vor ultravioletter Strahlung.

    Die Tropopause ist die Grenze zwischen der Troposphäre und der Stratosphäre.     Ihre Höhe von ca. 15 km schwankt je nach Jahreszeit, Breitengrad und Wetter.

    Gewitterwolken sind riesengroß. Ihre Spitzen können über die Tropopause                 hinausragen.

    Der Himmel ist blau, weil die Luftmoleküle hauptsächlich Kurzwellenstrahlen                 streuen, die wir als Blau wahrnehmen.

    Die Troposphäre ist die an die Erdoberfläche grenzende Atmosphärenschicht (0     bis 15 km). Sie enthält als einziger Teil der Atmosphäre Wasserdampf.

    Auf Meeresspiegelhöhe beträgt die Durchschnittstemperatur der Atmosphäre

    15 °C.

    El Niño und La Niña
    Das Oberflächenwasser des Pazifischen Ozeans wird normalerweise von den             vorherrschenden Passatwinden westwärts geschoben. Dieses Phänomen ist zum         großen Teil für das in der gesamten Pazifikregion und darüber hinaus herrschende     Klima verantwortlich. Das Gegenstück, El  Niño, erwärmt den Ostteil des Ozeans         und verursacht erhebliche – wenn auch nicht dauerhafte – Klimastörungen. Nach ein     oder zwei Jahren folgt auf El Niño das umgekehrte Phänomen, das La Niña genannt     wird. Dann normalisiert sich die Lage wieder.

    El Niño
    Aus noch unbekannten Gründen wehen die Passatwinde in manchen Jahren                 schwächer. Von starken Westwinden angetrieben, breitet sich warmes                         Oberflächenwasser in den mittleren und östlichen Teilen des Pazifiks aus und                 verdunstet dort. Die weltweit um den Äquator verteilten Konvektionszellen sind             gestört. Ein Tiefdrucksystem herrscht im Ostpazifik, während Südostasienunter             einem mächtigen Hochdruckgebiet liegt, daher bleiben dort die üblichen                         Monsunregenfälle aus.


     
    Design + Text: Christiane Bergfeld, Hamburg. Alle Rechte vorbehalten.
Letzte Aktualisierung:  28. September  2009
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