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Jahrelang
bestand mein Vater darauf, meine allererste
Strickarbeit zu tragen. Es war ein langer bunter Schal, der
Knoten und Laufmaschen hatte, eine mal schmale, mal
breite Schlange aus
dünner und dicker Wolle.
Je
älter ich wurde, desto mehr ärgerte ich mich, weil er
sich
immer noch dieses
Prachtstück um den Hals wickelte.
Es
fielen allerhand Bemerkungen, aus denen ich zu
meinem
größten Leidwesen den belustigten
Unterton heraushörte;
und mein
Vater wies dazu noch stolz auf Mängel hin,
die
sonst
vielleicht
nicht aufgefallen wären: lose Fäden
und
Partien,
in denen
das
Muster von links zu sehen war.
Für
mich war das
Stück der sichtbare Beweis meiner Schwächen und
Unzulänglichkeiten und meines
mangelnden Geschicks.
Für ihn
allerdings ein Kunstwerk -
ein Zeugnis von dem Schmerz und
den
Triumphen und Kämpfen, die mit dem Lernen
zusammenhängen.
Der
Schal war ein Symbol für meine persönliche
Erfahrung.
Das
Leben gleicht diesem Schal mit seinen guten und schlechten Partien:
selbst gestrickt, Lernerfahrung, Erfolg unmittelbar
neben dem
Scheitern, den Missgeschicken und Schicksalsschlägen.
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