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Anglo-German translations, Englisch-Deutsch-Übersetzungen
Babel und Alt-Babylon
Die sumerischen Stadtstaaten bildeten nie ein vereinigtes Reich. Das blieb den Nachbarn im Norden überlassen, dem Semitisch sprechenden Volk der Akkader (nach der Hauptstadt Akkad). Um 2300 v. Chr. eroberte ihr Führer, Sargon der Große, Sumer und den größten Teil Mesopotamiens und gründete das erste Weltreich. Die sumerische Kultur ging in der akkadischen auf; die akkadische Sprache (eine frühe Form des Babylonischen) verdrängte größtenteils das Sumerische. Sargons Nachkommen regierten etwa hundert Jahre. Ein späterer Herrscher, Urnammu, nahm den Titel „König von Sumer und Akkad“ an und begründete eine neue, mächtige Dynastie in Ur. Seine Nachfolger waren nicht in der Lage, das Königreich zu erhalten: 2006 v. Chr. fiel Ur an die Elamiter, die Erbfeinde Sumers. Aus den sich anschließenden Stammesfehden gingen die Amoriter (ebenfalls Semiten) um 1950 v. Chr. als Sieger hervor und gründeten das Altbabylonische Reich. Dessen größter Herrscher, Hammurabi (1728-1686 v. Chr.), dehnte die babylonische Vormachtstellung durch Eroberungen und friedlichen Handel aus. Er führte eine gerechte und umfassende Gesetzgebung ein (die in vielen Punkten den Gesetzen des Moses im Buch Exodus ähnelt). Unter Hammurabi wurde Babylon Reichshauptstadt. Der Turmbau zu Babel – bei dem die Menschheit für ihren frevelhaften Versuch, einen Turm bis in den Himmel zu bauen, dadurch bestraft wurde, daß sie verschiedene Sprachen sprechen mußte – wird manchmal mit Babylons großem Tempelturm für den Gott Marduk gleichgesetzt.

Bildlegende
Gilgamesch, hier im Kampf mit einem Löwen abgebildet, ist Held des ältesten Epos der Welt. Die Babylonier griffen den Stoff ihrer sumerischen Vorgänger wieder auf.




































































Design + Text: Christiane Bergfeld, Hamburg. Alle Rechte vorbehalten.

Letzte Aktualisierung: 28. September 2009
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